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Das Werkstadthaus in Ostermundigen ist ein zukunftsweisendes Holzhochhaus mit gestapelten Lebenswelten. Auf 19 Etagen sind nicht nur Wohnungen, sondern auch Arbeitsräume wie Ateliers oder Co-Working-Räume geplant. Das Werkstadthaus entsteht zu einem grossen Teil aus Massivholz und funktioniert nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft: Die Baumaterialien werden nach der Nutzungsdauer von mehr als 100 Jahren nicht zu Abfall, sondern können wiederverwendet oder weiterverwertet werden. Das Haus ist Zeichen dafür, dass nachhaltiges Bauen nicht nur ökologische Vorteile bietet, sondern auch soziale und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt. Es ist ein Modell für eine Zukunft, in der das Teilen von Ressourcen eine grundlegende Bedeutung hat – für eine nachhaltigere Gesellschaft und weniger Verbrauch. Mit dieser Idee strahlt das Gebäude weit über Quartier und Gemeinde hinaus.
Das Werkstadthaus wird maximal 69 Meter hoch. Diese Höhe definierte im Entwicklungsprozess das regionale Qualitätsteam für Hochhausplanung der Regionalkonferenz, die jegliche Gebäude prüft, die höher als 30 Meter werden sollen. -
Das Werkstadthaus entsteht am Moosweg 39 in Ostermundigen, in der Nähe des Bahnhofs, auf einer rund 1000 Quadratmeter grossen Parzelle, wo heute bereits ein Gebäude mit diversen Werkstätten steht. Die WERKSTADTHAUS AG ist Eigentümerin der Parzelle und ansässig in der Gemeinde Ostermundigen. Initiantin des Projektes ist die Quadrat AG aus Zollikofen. Die Idee des Werkstadthauses entspricht dem Gebot der haushälterischen Bodennutzung: Zusätzlicher Wohn- und Arbeitsraum entsteht nicht auf der grünen Wiese, sondern auf einem bereits genutzten Areal an gut erschlossener Lage.
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Die WERKSTADTHAUS AG ist Eigentümerin der Parzelle und ansässig in der Gemeinde Ostermundigen. Die Leitung des Projekts hat die Quadrat AG, ein auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft spezialisiertes Architekturbüro aus Zollikofen, in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ostermundigen. Begleitet wird es von SSA-Architekten aus Basel und vielen Fachplanerinnen und Fachplanern aus den verschiedensten Bereichen.
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Mitte 2023 gaben die Planungskommission und der Gemeinderat Ostermundigen die nötige Überbauungsordnung (UeO) zur öffentlichen Mitwirkung frei, danach prüfte das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) das Projekt. Ende 2025 fand die öffentliche Auflage der UeO statt, als nächster Schritt folgt die Genehmigung durch den Grossen Gemeinderat mit der Möglichkeit eines fakultativen Referendums. Danach wird das Baugesuch eingereicht. Mit dem Baustart ist frühestens 2028 zu rechnen. Die Bauzeit dauert rund zwei Jahre, 2030 sollte das Werkstadthaus bezugsbereit sein.
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Das Bauen nach dem Cradle-to-Cradle-Konzept (C2C) macht Sinn, weil es nachhaltig ist und den ökologischen und gesundheitlichen Aspekten Rechnung trägt. Es basiert auf dem Prinzip, dass Materialien und Produkte in Kreisläufen zirkulieren können, ohne Abfall oder Schadstoffe zu erzeugen. Dadurch werden Ressourcen geschont, die Innenraumqualität verbessert und regionale Wertschöpfung gefördert. C2C bietet eine effektive Lösung, um den ökologischen Fussabdruck des Bauwesens zu reduzieren und zukunftsfähige Gebäude zu schaffen.
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Die Vision besteht darin, ein Holzhochhaus zu erschaffen, das nach dem Prinzip des ökologischen Kreislaufgedankens von Cradle-to-Cradle® konzipiert und gebaut wird. Dieser innovative Ansatz liefert eine Antwort auf das Abfallaufkommen in der Bauwirtschaft. Das Hochhaus soll nicht nur ein Symbol für nachhaltiges Bauen sein, sondern auch eine inspirierende Heimat für Menschen, die sich aktiv für einen Wandel hin zu einer ressourcenschonenden und kooperativen Gesellschaft einsetzen. Holz ist ein nachhaltiger, leichter und einfach zu verarbeitender Rohstoff; dank hoher Festigkeit, Steifigkeit und guten thermischen Eigenschaften stellt es ein hervorragendes Baumaterial dar. Holz ist in der Lage, Kohlenstoff zu speichern, was den Kohlenstoffgehalt in der Atmosphäre reduziert und den Kampf gegen den Klimawandel unterstützt. Zudem verleiht Holz Räumlichkeiten eine natürliche, warme und einladende Atmosphäre.
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ProduktbeschreibungDie rund 5500 benötigten Kubikmeter Holz kommen aus dem Emmental. Der Beton für das Untergeschoss, das Erdgeschoss und die Tragstrukturen ist zu 75 Prozent aus Sekundärmaterial rezykliert und lässt sich gut wiederverwenden. Jeweils nach drei Holzgeschossen folgt eine Bodenplatte aus Beton (was den Brandschutz vereinfacht). Ebenfalls aus Beton ist der Kern mit Treppenhaus und Lift.
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Das Holzhochhaus soll nicht nur ein Symbol für nachhaltiges Bauen sein, sondern auch ein inspirierendes Zuhause für Menschen, die den Wandel hin zu einer ressourcenschonenden und kooperativen Gesellschaft vorantreiben möchten. Wir glauben fest daran, dass durch unsere innovative Vision und die Schaffung eines lebendigen, nachhaltigen Ökosystems in unserem Gebäude positive Veränderungen nicht nur in der Bauwirtschaft, sondern auch in der Gesellschaft insgesamt angestossen werden können.
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Das Werkstadthaus wird nicht nur ein kreativer Hotspot für Menschen aus verschiedenen Bereichen, sondern auch eine inspirierende Anlaufstelle für die gesamte Nachbarschaft. Es schafft eine einladende Atmosphäre, die Menschen dazu ermutigt, sich zu treffen und auszutauschen. Das Werkstadthaus wird ein Ort, an dem die Menschen nicht nur arbeiten, sondern auch entspannen und Zeit miteinander verbringen. Die WERKSTADTHAUS AG möchte eine Community schaffen, die sich gegenseitig unterstützt, zusammenwächst und ein Umfeld schafft, das Entwicklung und Eigeninitiative fördert. Mit Veranstaltungen, Workshops und anderen kulturellen Angeboten soll das Werkstadthaus auch eine Plattform für lokale Initiativen und Projekte werden, die eine positive Auswirkung auf die Nachbarschaft haben.
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Der lokale SBB-Bahnhof ist zu Fuss in gut 5 Minuten erreichbar, eine von der SBB geplante Personenunterführung würde die Anbindung an das Zugnetz noch weiter verbessern. Noch näher liegt die Bushaltestelle «Ostermundigen, Milchstrasse», die von der Buslinie 28 und dem Moonliner M73 bedient wird. Tagsüber verkehrt die Linie 28 im 15-Minuten-Rhythmus. Laut Mobilitätskonzept sind mindestens 180 Veloparkplätze vorgesehen. Demgegenüber stehen nur rund 40 Parkplätze zur Verfügung, 15 davon für die Arbeitsnutzung. Das Werkstadthaus spricht bewusst vor allem Menschen an, die öffentliche Verkehrsmittel benützen und den individuellen motorisierten Verkehr teilen. Die durch das Mobilitätskonzept begründete und in der Überbauungsordnung für das Werkstadthaus festgelegte Anzahl Parkplätze liegt damit deutlich unter der vom Kanton vorgegeben Bandbreite von 0,5 bis maximal 2 Parkplätzen pro Wohnung. Laut Mobilitätskonzept finden so durchschnittlich 140 Fahrten pro Tag statt.
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Das Werkstadthaus verfügt über grosszügige, begrünte Terrassen. Grössere Aussen- oder Spielflächen im Erdgeschoss sind aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse nicht vorgesehen. Die Pflicht, dass beim Bau von mehr als 20 Familienwohnungen eine grössere Spielfläche zur Verfügung gestellt werden muss, erfüllt das Projekt durch bestehende Flächen im näheren Umfeld. Namentlich die öffentliche Spielfläche auf dem Schulareal Mösli in rund 200 Metern Gehdistanz erfüllt die Anforderungen und ist rechtlich gesichert.